Cembalo
ANDREAS STAIER
  
Cembalo | Fortepiano

 

 

Andreas Staier bekommt Bach-Medaille der Stadt Leipzig verliehen

Wir freuen uns sehr über die heutige Bekanntgabe des diesjährigen Empfänger der Bach-Medaille der Stadt Leipzig und gratulieren Andreas Staier herzlich zu dieser Ehrung! Aufgrund des Mehrwertes, den seine Interpretationen des Bachschen Werkes, die oft Referenzcharakter haben, seinem Publikum und dem Musikkanon bieten, wurde Andreas Staier ausgewählt sich dieses Jahr in eine Reihe mit Namen wie Andras Schiff, Angela Hewitt oder Ton Koopman zu gesellen. Verliehen wird die Bach-Medaille in Anschluss an das diesjährige Rezital von Andreas Staier beim Bachfest Leipzig am 14. Juni durch den Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung und den Direktor des Bach-Archivs Peter Wollny.

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BIOGRAFIE

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"Staier spielte das Instrument mit einem solchen Reichtum an Farben, so ausdrucksvoll, kantabel, mal tiefschürfend, lustig polternd, oder auch introvertiert."

Der Pianist Andreas Staier wurde zunächst als Cembalist weltberühmt. Nach Studien bei Lajos Rovatkay und Ton Koopman arbeitete er drei Jahre mit Musica Antiqua Köln zusammen. Doch Staier ist weit mehr als ein virtuoser Vertreter der sogenannten Historischen Aufführungspraxis. Vielmehr könnte man ihn als leidenschaftlichen Klangsucher beschreiben. Jedes Werk, das sich der Pianist vornimmt, wird nicht nur genauestens hinsichtlich seiner Strukturen analysiert, sondern Staier erforscht zudem die jeweilige historische Situation, in der es entstanden ist. Durch seine akribische Herangehensweise hat er neue Interpretationsansätze eröffnet und überraschende Hörerfahrungen erst möglich gemacht. Dafür arbeitet er auch mit Instrumentenbauern zusammen, um spezielle Klangnuancen zu ermöglichen – sei es bei Werken des 16. Jahrhunderts, wie den englischen Virginalisten, Bachs Goldberg-Variationen, den Diabelli-Variationen des späten Beethoven oder den letzten Klavierwerken von Brahms. Auch weniger bekannten Komponisten hat sich Staier immer dann zugewandt, wenn er in ihren Werken originelle Aspekte entdeckte, wie u.a. Sebastián de Albero oder Josef Antonín Štěpán.

Sein Engagement endet jedoch nicht bei der Musik des 19. Jahrhunderts. In Zusammenarbeit mit dem französischen Komponisten Brice Pauset (*1965) sind mehrere Kompositionen hervorgegangen, wie etwa die im Jahr 2000 entstandene Kontra-Sonate: ein Hybrid aus Schuberts a-moll Sonate D 845 und Kontrakompositionen Pausets – ein Musterbeispiel für Staiers epochenübergreifendes musikalisches Denken. Die Corona Pause nutzte Andreas Staier zur Fertigstellung seiner eigenen Kompositionen Anklänge – sechs Cembalostücke, die er mit Bachs Präludium und Fuge E-Dur aus dem 2. Teil des Wohltemperierten Klaviers in Verbindung setzt. Das Werk wurde im Januar 2023 in der Philharmonie Köln uraufgeführt, wird bei Editions Lemoine verlegt und erscheint 2024 bei Outhere Music.

Seine Expertise ist auf zahlreichen Tonträgern dokumentiert, die durchweg mit prominenten Preisen ausgezeichnet wurden. Auch Staier selbst wurde vielfach für seine Arbeit geehrt. So war er etwa 2012-2016 Artist in Residence am AMUZ in Antwerpen und in gleicher Funktion von 2011-2021 an der Opéra de Dijon. Ob am Cembalo oder am Hammerklavier konzertierte Staier weltweit bei zahlreichen renommierten Musikfestivals und Konzertbühnen mit Ensembles wie dem Freiburger Barockorchester, Concerto Köln, der Akademie für Alte Musik Berlin oder dem Orquestra Barroca Casa da Música Porto, mit welchem er im Oktober 2018 seine CD À Portuguesa mit Werken spanischer Komponisten unter harmonia mundi veröffentlichte. Zum Beethovenjahr legte Staier sein Album Ein neuer Weg – Beethoven vor. Seine Aufnahme des Wohltemperierten Klaviers, Buch 2, wird als Referenzaufnahme diskutiert. Inzwischen erschien auch Buch 1. Zusammen mit Roel Dieltiens veröffentlichte er zudem Beethovens Cellosonaten op. 102 und die Bagatellen op. 119 & 126.

Zu seinen langjährigen Kammermusikpartnern gehören bspw. die Pianisten Alexander Melnikov, Christine Schornsheim und Tobias Koch, die Geigerinnen Isabelle Faust und Petra Müllejans oder der Tenor Christoph Prégardien. Eine feste Zusammenarbeit verbindet ihn mit Daniel Sepec und Roel Dieltiens, mit denen er berühmte Kompositionen für Trio Besetzung einspielte, so auch Schuberts Klaviertrios im Jahre 2016.

Staiers weitgespannte Interessen und Fähigkeiten haben ihn schon früh zu einem viel gefragten Pädagogen gemacht. Neben Meisterkursen weltweit war er von 1987-1995 Professor für Cembalo und Hammerklavier an der Schola Cantorum Basiliensis. In der Saison 2017/2018 war Andreas Staier im Wissenschaftskolleg zu Berlin.

Seit einigen Jahren arbeitet Andreas Staier auch als Dirigent und Orchesterleiter.

 

BIOGRAPHY

"Staier played the instrument with such a wealth of colors, so expressive, cantabile, sometimes profound, rumbling, or even introverted."

The pianist Andreas Staier first became world famous as a harpsichordist. After studying with Lajos Rovatkay and Ton Koopman, he worked for three years with the Musica Antiqua Köln. But Staier is far more than a virtuoso representative of so-called historical performance practice. Rather, one could describe him as a passionate sound seeker. Each work that the pianist undertakes is not only analyzed in terms of its structure, but also explores the historical situation in which it originated. Through his meticulous approach, he has opened up completely new interpretive approaches and made surprising listening experiences possible. This is why he also works with instrument makers to explore special nuances of sound – be it works of the 16th century such as the English virginalists, Bach's Goldberg Variations, the Diabelli Variations of the late Beethoven or the last piano works by Brahms. Staier has also always turned to lesser known composers when he could discover original aspects in their works, such as Sebastián de Albero or Josef Antonín Štěpán.

His commitment does not end with the music of the 19th century. This is shown by Staier's collaboration with the French composer Brice Pauset (b. 1965) from whom several compositions have been commissioned. The Kontra Sonata (2000), a hybrid of Schubert's Sonata in A minor D 845 and Pauset's Kontrakompositionen is a prime example of Staier's epoch-crossing musical thinking. Staier himself used the time during the Corona Pandemic to finish his composition Sechs Cembalostücke which he puts in connection with Bach’s Preludium and Fugue E Major of the Well-Tempered Clavier Book 2. The work was premiered at the Philharmonie in Cologne in January 2023, will be published by Editions Lemoine, and will be released by Outhere Music in 2024.

All this is documented on numerous recordings, almost all of which have received prestigious awards. Staier himself has often been honored for his work. He was Artist in Residence at the AMUZ in Antwerp from 2012-2016, and between 2011 and 2021 at the Opéra de Dijon.

Whether at the harpsichord or the fortepiano, Staier performs at numerous renowned music festivals worldwide with ensembles such as the Freiburger Barockorchester, Concerto Köln, the Akademie für Alte Musik Berlin or the Orquestra Barroca Casa da Música Porto with which he recorded À Portuguesa with works by Spanish composers for harmonia mundi in October 2018. For the Beethoven jubilee, Staier presented his album Ein neuer Weg - Beethoven, based on the three op. 31 piano sonatas and the variations 34 and 35, which received rave reviews. His recording of the Well-Tempered Clavier Book 2 is considered a reference recording, and he has since released Book 1. Together with Roel Dieltiens he also released Beethoven's Cello Sonatas op. 102 and the Bagatelles op. 119 & 126.

Longtime musical partners include the pianists Alexander Melnikov, Christine Schornsheim and Tobias Koch, the violinists Isabelle Faust and Petra Müllejans or the tenor Christoph Prégardien. Andreas Staier maintains a close collaboration with Daniel Sepec and the cellist Roel Dieltiens, with whom he has performed well-known compositions for piano trio since 2010. The trio released an album of the Schubert piano trios in 2016.

Staier's extensive interests and abilities have made him a much sought-after educator from an early age. In addition to masterclasses worldwide, he was Professor of Harpsichord and Fortepiano at the Schola Cantorum Basiliensis from 1987-1995. During the 2017/18 season, Andreas Staier was a Fellow at the Wissenschaftskolleg zu Berlin.

For several years, Andreas Staier also has been performing as a conductor and orchestra leader.


 

 

Galerie

Andreas StaierAndreas Staier
Andreas StaierAndreas Staier
Fotos: Josep Molina


 

 

DISKOGRAFIE

Alpha Classics
Mozart
simply MOZART
Ouvertüre Don Giovanni KV 527
Klavierkonzert Nr. 23 A-Dur KV 488
Sinfonie Nr. 40 G-Dur KV 550
Andreas Staier, Hammerklavier
Le Concert de la Loge
Julien Chauvin Violine, Dirigent
Hamonia Mundi
J. S. Bach
Das Wohltemperierte Klavier
Erster Teil BWV 846-869
Andreas Staier, Cembalo
Beethoven
Cello Sonatas & Bagatelles Op. 102, 119 & 126
Andreas Staier, Hammerklavier
Roel Dieltiens, Violoncello
J. S. Bach
Das Wohltemperierte Klavier
Zweiter Teil, BWV 870-893
Andreas Staier, Cembalo
Beethoven
"Ein neuer Weg"
Klaviersonaten Nr. 16-18
Variationen op. 34
Eroica-Variationen op. 35
Andreas Staier, Cembalo
William Corbett, José António Carlos de Seixas und andere
"À Portuguesa"
Cembalowerke von Corbett, de Seixas, Scarlatti und anderen
Andreas Staier, Cembalo
Orquestra Barocca Casa da Música
F. Schubert
Klaviertrios
Trio für Klavier und Violoncello op.99 D.898 B-Dur
Nocturne op.148 D.897 Es-Dur
Trio für Klavier und Violoncello op.100 D.929 Es-Dur
Andreas Staier, Pianoforte
Daniel Sepec, Violine
Roel Dieltiens, Violoncello
R. Schumann
Eine Hommage an Bach: Klavierwerke auf Originalinstrumenten
aus "40 Clavierstücke für die Jugend" [Album für die Jugend] op.68 (1848) “Scherzo, Gigue, Romanze und Fughette” op.32 * (1838-39) aus "Sieben Clavierstücke in Fughettenform" op.126 * (1853) "Waldscenen. 9 Clavierstücke" op.82 * (1848-49) aus "Sieben Clavierstücke in Fughettenform" op.126 "Kinderscenen. Leichte Stücke für das Pianoforte" op.15 (1838) Ciaconna für Geige und Klavier (J.S. Bach/Schumann) (Transcription from the Violin Partita Nr.2 in d-Moll, BWV 1004) Sonata Nr.1 für Geige und Klavier op.105 "Gesänge der Frühe" für Klavier op.133 Sonata Nr.2 für Geige und Klavier op.121 Abegg-Variationen op.1 Fantasiestücke op.12 Fantasiestücke op.111 Variations in Es-Dur
J. S. Bach
Cembalokonzerte
Concerto Nr.1 BWV 1052 in d-Moll
Concerto Nr.2 BWV 1053 in E-Dur
Concerto Nr.7 BWV 1058 in g-Moll
Concerto Nr.3 BWV 1054 in D-Dur
Concerto Nr.4 BWV 1055 in A-Dur
Concerto Nr..5 BWV 1056 in f-Moll
Concerto Nr.6 BWV 1057 in F-Dur
J. Brahms
Duo/Solo
Sonate für Klarinette und Klavier op.120 no.1 in f-Moll
Sechs Klavierstücke op.118
Sonate für Klarinette und Klavier op.120 no.2 in Es-Dur
Lorenzo Coppola, Klarinette
R. Schumann
Variationen & Fantasiestücke
Abegg-Variationen op. 1
Fantasiestücke op. 12
Fantasiestücke op. 111
Variationen über ein eigenes Thema Es-Dur "Geistervariationen"
Froberger, d'Anglebert, L. Couperin und andere
"... pour passer la mélancolie"
Werke von Froberger, d'Anglebert, L. Couperin und anderen
C.P.E. Bach
Cembalokonzerte
Konzert Nr.1 in F-Dur
Konzert Nr.2 in D-Dur
Konzert Nr.3 in Es-Dur
Konzert Nr.4 in c-Moll
Konzert Nr.5 in G-Dur
Konzert Nr.6 in C-Dur
J.S. Bach
Goldberg-Variationen BWV 988


KONTAKT

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Künstlersekretariat Astrid Schoerke GmbH
Emanuel-Geibel-Str. 10
65185 Wiesbaden
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Tel: +49 611 50589050

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